30+ Antworten auf die häufigsten Fragen zu Digital Product Passports, ESPR-Verordnung, NFC-Tags, Pricing und Integration. Plus Glossar und Whitepaper-Download.
Ein Digital Product Passport (DPP) ist ein digitales Datenprofil eines physischen Produkts. Er speichert Informationen wie Material-Zusammensetzung, Herkunft, Reparierbarkeit, CO₂-Fußabdruck und Recyclingfähigkeit — und macht sie über NFC oder QR direkt am Produkt abrufbar.
Der DPP ist Teil der EU-Ökodesign-Verordnung (ESPR, EU 2024/1781) , die seit dem 18. Juli 2024 in Kraft ist. Verpflichtend wird er gestaffelt je Produktgruppe über delegierte Rechtsakte — die meisten stehen noch aus.
Die Ecodesign for Sustainable Products Regulation (ESPR, EU 2024/1781) ist die EU-Rahmenverordnung, die DPPs für die meisten in der EU verkauften Produkte vorschreibt. Sie ersetzt die alte Ökodesign-Richtlinie und erweitert sie deutlich:
Die EU-Kommission legt für jede Produktgruppe einen Delegated Act fest, der konkretisiert was im DPP stehen muss.
Der Rollout erfolgt gestaffelt — die EU Battery Regulation ist bereits ab Februar 2027 verpflichtend für EV-, Industrial- und LMT-Batterien. ESPR-Pflicht für weitere Produktgruppen kommt anschließend:
Wer früh vorbereitet, gewinnt Wettbewerbsvorsprung — späte Anpassung wird teuer.
Es gibt drei Ausstellungs-Ebenen — je nach Produkt-Typ & gesetzlichem Rahmen:
Die Wahl der Ebene beeinflusst Aufwand, Kosten und den Mehrwert für Endkunden. Wir beraten dich bei der richtigen Wahl für deine Produktlinien.
Ab dem für deine Produktkategorie geltenden Stichtag dürfen Produkte ohne DPP nicht mehr in der EU in Verkehr gebracht werden. Die genauen Sanktionen variieren je Mitgliedsstaat, aber typischerweise drohen:
Frühe Vorbereitung sichert nicht nur Compliance, sondern öffnet auch Marketing-Hebel: Transparenz wird zum Verkaufsargument.
Valicense verbindet Daten + Hardware + Anti-Counterfeiting + Marketing in einem System — Made in Germany.
Valicense ist eine deutsche UG (haftungsbeschränkt) mit Sitz in Kleinmachnow bei Berlin. Gegründet von Vincent Gieseke und Nikolai Schraivogel.
Unser Team kombiniert Erfahrung in DPP-Compliance, Hardware-Engineering (NFC/RFID), Krypto-Sicherheit (ECDSA) und Marken-Marketing.
Valicense ist Multi-Industry. Aktuell besonders stark in:
Andere Branchen sind möglich — sprich mit uns über deinen Use-Case.
Wir sind jederzeit startklar. Pilot-Setup, Tag-Lieferung und Integration laufen parallel — sobald du bereit bist, gehen wir live.
Zwei Onboarding-Modi:
Kein Warten, kein langer Vorlauf — wir richten uns nach deinem Tempo.
Ja. Wir bieten Demos und Pilot-Projekte für alle ernsthaft interessierten Marken-Hersteller. Im persönlichen Termin zeigen wir dir:
Wir bieten vier Tag-Klassen, kombinierbar je nach Use-Case:
Custom-Sizes, Branding und Materialien sind möglich (auf Anfrage).
Wir nutzen NXP NTAG 424 DNA-Chips mit zwei unabhängigen Sicherheitsebenen — einer unveränderlichen Werkssignatur des Chipherstellers und einer AES-128-gesicherten Signatur, die bei jedem Scan neu erzeugt wird.
Jeder Scan generiert eine kryptographisch signierte URL, die nur einmal gültig ist. Replay-Attacks werden serverseitig erkannt.
Nein. Jedes moderne Smartphone (iPhone XS+, alle Android NFC-Geräte) liest Valicense-Tags ohne App.
Workflow: Tap → Browser öffnet → Verifikation läuft in unter einer Sekunde. Bei QR-Tags reicht die Standard-Kamera-App.
Der digitale Produktpass bleibt erhalten. Über das Dashboard kann ein Ersatz-Tag mit derselben Identität ausgegeben werden.
Beschädigte oder verlorene Tags werden automatisch invalidiert, um Missbrauch zu verhindern.
NFC-Tags haben grundsätzlich Limitierungen bei direktem Kontakt mit Metall, Wasser oder elektromagnetischen Störquellen. Wir bieten dafür spezielle On-Metal-Tags und beraten dich bei der richtigen Platzierung.
Bei kritischen Anwendungen kombinieren wir NFC mit QR-Backup, um unter allen Bedingungen lesbar zu bleiben.
Unsere Plattform startet bei €169/Mo (Lite) für KMU-Hersteller, geht über Pro (Anti-Counterfeit + Analytics) und Max (Analytics Advanced + projektbezogene Schnittstellen) bis hin zu Enterprise (individuelles Angebot inkl. White-Label und Self-Hosting).
Tags (NFC, QR, Hologramm) werden separat berechnet — abhängig von Tag-Typ und Volumen erstellen wir ein individuelles Angebot.
Tag-Preise hängen ab von:
Nach Anfrage erstellen wir dir ein verbindliches Angebot mit transparenten Stückpreisen.
Ja, für die ersten Lite-Kunden bieten wir aktuell ein Pilot-Programm mit vergünstigten Einstiegskonditionen an — im Gegenzug bitten wir um quartalsweises Feedback zur Produktentwicklung.
Anfragen direkt über das Kontaktformular. Plätze sind limitiert.
Standard-Konditionen:
Enterprise-Verträge werden individuell vereinbart.
Ja. Nach Vertragsende hast du 30 Kalendertage Zeit, deine Daten über die Export-Funktion herunterzuladen (JSON, CSV, ZIP).
Optional bieten wir einen Fortführungs-Service, mit dem du den DPP-Public-Scan über das Vertragsende hinaus aktiv halten kannst (ESPR-Compliance über Produktlebensdauer).
Ja — als individuelle Anbindung. Die Plattform ist auf Schnittstellen ausgelegt: REST, GraphQL und Webhooks setzen wir ab dem Max-Tier projektbezogen um. Anbindungen an SAP, Shopify, Salesforce oder Microsoft Dynamics realisieren wir auf derselben Basis.
Die technische Dokumentation stellen wir im Rahmen des Integrationsprojekts bereit.
Anbindungen setzen wir projektbezogen um — unter anderem für:
Für andere Systeme realisieren wir die Anbindung über REST, GraphQL oder Webhooks — Aufwand und Preis klären wir vorab im Angebot.
Drei Wege, je nach Setup:
Lieferanten-Daten lassen sich via Share-Link einsammeln, ohne dass diese einen Valicense-Account brauchen.
Ja, im Enterprise-Tier. Folgendes ist möglich:
Konditionen werden im individuellen Vertrag geregelt.
Je nach Setup-Komplexität:
Der praktische Leitfaden für Marken-Hersteller: Schritt-für-Schritt zum eigenen Digital Product Passport — mit Checklisten für IT, CSR, Marketing und Sales.
Hosting in Deutschland, Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) standardmäßig, Datenportabilität und Recht auf Vergessen integriert. Valicense hat seinen Hauptsitz in Deutschland.
Primär auf Server-Infrastruktur in Deutschland. Eine Übermittlung in Drittländer findet grundsätzlich nicht statt; sollten in Einzelfällen Sub-Auftragsverarbeiter außerhalb der EU eingesetzt werden, geschieht dies ausschließlich auf Basis von EU-Standardvertragsklauseln (Art. 46 DSGVO). Backups werden in EU-Rechenzentren gespeichert.
Für Enterprise-Kunden ist auch Self-Hosting auf eigener Infrastruktur möglich.
Ja. Unser Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) nach Art. 28 DSGVO ist Vertragsbestandteil und wird bei Vertragsschluss bereitgestellt. Englisch als Data Processing Agreement (DPA) verfügbar.
Nach Vertragsende stellen wir die von uns gehosteten Public-Scan- und Modul-Funktionen (Marketing, Analytics) standardmäßig ein. Deine DPP-Daten bleiben aber vollständig deine: Über die integrierte Datenportabilität kannst du sie jederzeit exportieren und bei einem anderen Anbieter oder self-hosted weiterbetreiben.
So behältst du die Kontrolle über gesetzliche Verfügbarkeits- und Aufbewahrungspflichten (z.B. nach ESPR über die Produktlebensdauer). Wenn wir das Hosting für dich weiterführen sollen, kannst du optional den Fortführungs-Service buchen — dann bleibt der Public-Scan über das Vertragsende hinaus bei uns aktiv.
Der Kunde als Hersteller bzw. Inverkehrbringer trägt die alleinige Verantwortung für die inhaltliche Richtigkeit der DPP-Daten und deren ESPR-Konformität.
Valicense stellt die technische Infrastruktur bereit und unterstützt mit Templates, Validierungsregeln und Compliance-Updates — die Datenpflege bleibt beim Hersteller.
Sprich direkt mit uns — wir antworten meistens innerhalb von 24 Stunden.